TANGENS: Institut für Kulturhermeneutik und Lebensweltforschung

 

"Die Lebensweltforschung des TANGENS-Instituts lenkt den theologischen und sozialwissenschaft-lichen Blick über den kirchlichen Tellerrand hinaus auf die Teile der Bevölkerung, deren Lebensweisen und Alltagsrealitäten die Kirche kaum kennt bzw. versteht. Sie ist somit für die Kirche von enormer Bedeutung, um ihrer Milieuverengung entgegenwirken zu können."

Dr. Marc Calmbach, Direktor Sozialforschung, Sinus-Institut Berlin

 

 

Was ist das TANGENS-Institut?

Wie der Name "TANGENS" assoziieren lässt, geht es um die Berührung von zwei Größen, bei unserem Institut um den Kontakt zwischen Evangelium und sich immer weiter säkularisierender und immer pluraler werdender Lebenswelt. "Lebenswelt" ist der zentrale Theoriebegriff moderner Sozialphilosophie (Jürgen Habermas) und Sozialwissenschaft, die sich der Erforschung und Reflexion einer Gesellschaft widmen. Diese differenziert sich immer mehr. Sie ist segmentiert und fragmentiert, d.h. sie zerfällt in Milieus, die mehr oder minder geschlossen nebeneinander existieren, aber auch konkurrenzieren. Wenn Theologie und Kirche an die gegenwärtigen Debatten und Diskurse anschlussfähig sein wollen, müssen sie sich mit den Theorien auseinandersetzen, die sich auf diese Größe "Lebenswelt" fokussieren.

"Kulturhermeneutik" markiert das - weiter gehende - Anliegen, über die Erforschung von Milieus, Mentalitäten und Lebensstilen hinaus zu verstehen, was es an kulturellen, geistigen, weltanschaulichen und philosophischen Strömungen gibt. Das schließt nicht nur die sog. Postmoderne ein, sondern etwa auch die Beschäftigung mit dem "Neuen Atheismus" (etwa Richard Dawkins und Sam Harris) und den Versuchen, die Welt rein wissenschaftlich, ohne Zuhilfenahme von Religion oder Philosophie begreifen zu wollen (naturalistischer Reduktionismus). Die Bemühung um das Verstehen unserer Gesellschaft ist kein Selbstzweck. TANGENS hilft durch sein Portfolio an Angeboten, das Evangelium präziser auf die verschiedenen Szenarien unserer Gesellschaft zu beziehen und die dabei auftretenden Herausforderungen zu bedenken.

TANGENS ist Dienstleister für Kirchen und Freikirchen, Einrichtungen im christlichen Raum und darüber hinaus. Das Institut arbeitet unter anderem mit dem SINUS- Sozialforschungsinstitut, Heidelberg/ Berlin zusammen und versteht sich als Bindeglied zwischen empirischer Sozialforschung einerseits und christlich-kirchlichen Einrichtungen, die sich zum Ziel setzen, das Evangelium auch in unserer pluralen und hoch ausdifferenzierten Gesellschaft "allem Volk auszurichten", also alle Menschen zu erreichen.

 

TANGENS fasst dabei als Hochschulinstitut unter einem Dach zusammen:

    • empirische Forschung für Kirchen und Freikirchen sowie andere christliche Institutionen,
    • akademische Reflexion, in Form von Lehrveranstaltungen und Anregung wie Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten,
    • Kommunikation der Ergebnisse, incl. Schulungen, Workshops, Vorträge für unterschiedliche Zielgruppen.

    Wissenschaftlicher Direktor des TANGENS-Instituts ist Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann.

    Warum TABOR?

    • Ralph Uhlig
      Theologe und Coach
      M.A. Religion und Psychotherapie

      "Mich begeistert der Masterstudiengang in TABOR, weil er meine beiden Interessengebiete Theologie und Psychologie miteinander verbindet. Als Theologe lerne ich menschliches Verhalten und die menschliche Seite des Glaubens tiefer verstehen. Sehr bereichernd ist für mich, dass ich mich im Studiengang interdisziplinär mit Personen aus anderen Professionen anregend austauschen kann."

    • Stefan Hagner
      Soz.-Päd., Kinder-/ Jugendlichenpsychotherapeut
      M.A. Religion und Psychotherapie

      "Der Masterstudiengang hilft mir, Überschneidungen von und Grenzen zwischen Religion und Psychotherapie zu entdecken. Ich finde es gut, dass neben der Vermittlung von Grundlagen, Forschungsergebnissen und Anwendungsmöglichkeiten der Diskurs mit den Lehrenden und Mitstudierenden möglich ist. Die positive Lernathmosphäre und die schöne Marburger Altstadt tragen dazu bei, gerne in TABOR zu studieren."